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Grafik Kommunalwahl

Rückmeldungen zum schwimmbadblauen Wahlprüfstein

Überarbeitung Lesbarkeit: Stand 7.9.2020 – 13:20 Uhr
Ergänzungen: Stand 3.9.2020 – 13:00 Uhr

Der Verein der Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop präsentierte am 22.8.2020 vor dem Wattenscheider Rathaus seinen „Riesengroßen Stein aus Papp-maschee“ (vgl. Beitrag vom 23.8.2020) und damit seinen einzigen Wahlprüfstein, nämlich folgende an die Parteien gerichtete Frage:

Kann Ihre Partei uns versprechen, dass Sie im Falle Ihrer Wiederwahl

  • aktiv das Gespräch mit den anderen demokratischen Kräften suchen
  • und alles daran setzen wird, die bestehenden Meinungsverschiedenheiten bei der Erneuerung des Höntroper Hallenfreibades zu überwinden,
  • an einem politischen Kompromiss mitwirken wird, der den Standort als kombiniertes Hallenfreibad mit dem sanierten Sprungturm sicherstellt
  • und dabei zukunftsweisende Anforderungen an Nachhaltigkeit erfüllt,
  • sowie ein Gesamtkonzept verfolgen wird, das durch seine angemessene und maßvolle Dimension dem für Naherholung und Stadtklima unverzichtbaren Südpark entspricht, anstatt diesen zu beschädigen und den Stadtteil zu belasten
  • und dieses Konzept den Bochumer WasserWelten als Aufgabenstellung an die Hand geben wird?

Wir haben unseren Wahlprüfstein als geschlossene Frage (Ja/Nein-Frage) formuliert, indem wir Zustimmung oder Ablehnung zu unserem darin enthaltenen

Vorschlag zur Überwindung der anhaltenden Verzögerungen

beim Hallenfreibad Höntrop abfragen.

Wir danken allen Parteien, die sich zu unserem Wahlprüfstein geäußert haben, und geben im Folgenden die bis heute (Donnerstag, 3.9.2020, 13:00 Uhr) erhaltenen Antworten in der Reihenfolge ihres Eingangs wieder.


Die SOZIALE LISTE IM RAT
sandte uns am 24.8. folgende Beiträge:

Sehr geehrter Herr Wolf,
in der Anlage übersende ich meine Antwort auf den Prüfstein. Seit über 10 Jahren läuft jetzt schon das Drama um das Höntroper Bad. Die Ansprüche und Pläne werden ständig erhöht. Sie haben die Problematik in dem Prüfstein gut zusammengefasst. Darauf sollte sich die Politik jetzt verständigen.
Die Soziale Liste hat übrigens schon vor 9 Jahren auf dies Problematik hingewiesen (siehe Anlagen) und den „Erhalt und die Sanierung“ des Bades gefordert.
Ich wünschen ihrer Aktion viel Erfolg und werde mich auch zukünftig in diesem Sinn betätigen.
Freundliche Grüße und Glück auf
günter gleising
Soziale Liste im Rat
Bildungs- und Verwaltungs-
zentrum (BVZ) / Zi. 3059
Gustav-Heinemann-Platz 2-4
44777 Bochum

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Dokument 0
Weitere Informationen dieser Partei:  www.soziale-liste-bochum.de

Die SPD, Unterbezirk Bochum,
sandte uns am 25.8. folgende Beiträge:

Sehr geehrter Herr Wolf,
sehr geehrte Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop e.V.,

herzlichen Dank für das Zusenden Ihres Wahlprüfsteins zum Höntroper Schwimmbad! Wir haben davon abgesehen die reine Ja/Nein-Beantwortung vorzunehmen und stattdessen unsere Stellungnahme angefügt, da uns dies angesichts der Fragestellung angemessener erschien. Im Anhang und unter dieser Mail finden Sie unser Antwortschreiben. Ich bitte um kurze Bestätigung des Eingangs meiner Mail.

Herzlichen Dank und mit freundlichen Grüßen

Lisa Methling
SPD Unterbezirk Bochum
Alte Hattinger Str. 19
44789 Bochum

ANTWORT_Förderverein Höntroper Schwimmbad_1

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Die PARTEI Bochum
sandte uns am 26.8. folgenden Beitrag:

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Bündnis 90/ DIE GRÜNEN
sandte uns am 26.8. folgende Beiträge:

Sehr geehrter Herr Wolf,
gerne beantworten wir ihren Wahlprüfstein. Erlauben Sie uns die Anmerkung, dass ein Wahlprüfstein, wie der Ihre, in dieser absolutistischen Art und Weise bisher im ganzen Kommunalwahlkampf so noch nicht dagewesen ist. Einen komplexen Sachverhalt mit einem sehr langen Versprechen an die Antwortmöglichkeit Ja/Nein zu koppeln ohne einer Partei ein Bemerkungs- oder Erklärungsfeld einzuräumen wird unseres Erachtens der Sache nicht gerecht.
Sie werden in der langjährigen Debatte um das Hallenfreibad Höntrop festgestellt haben, dass die Grünen sich zum Standort Südpark nach intensiven Debatten bekannt haben. Ferner werden Sie bemerkt haben, dass wir bereits politische Kompromisse in der Bezirksvertretung Wattenscheid sowie zuletzt im Sportausschuss des Rates eingegangen sind, um eine zukünftig tragfähige Lösung zu erarbeiten, welche eine zügige Wiedereröffnung des Bades ermöglichen soll. Wir sind grundsätzlich kompromissbereit, denn Kompromisse sind in einer Demokratie unumgänglich. Wie etwaige Verhandlungsergebnisse in dieser Sache in der Zukunft aussehen werden, können wir jedoch jetzt nicht versprechen. Die Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützt den von ihrer Ratsfraktion getroffenen Beschluss, welchen wir Ihnen mit dieser Anlage zur Verfügung stellen. Sie werden feststellen, dass dort viele Punkte berücksichtigt werden, die in ihrem Sinne sind. Wir sind insbesondere nicht der Meinung, dass es beim HFB-Höntrop einen breiten politischen Konsens braucht, sondern setzen mindestens auf eine mehrheitsfähige Lösung.
Wir möchten darauf hinweisen, dass das HFB-Höntrop immer wieder Gegenstand von Debatten im politischen Raum ist und wir können versprechen uns auch künftig in diese Debatten einzumischen. Dieser Wahlprüfstein wurde von unserem Spitzenkandidaten zur Kommunalwahl, Sebastian Pewny, im Namen des Kreisverbandes BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Bochum & Wattenscheid beantwortet. Im Anhang finden Sie außerdem unser Wahlprogramm.
Beste Grüße und Glückauf!
im Namen von Barbara Jessel & Sebastian Pewny
Spitzenkandidat*innen zur Kommunalwahl 2020
von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
im Kreisverband Bochum & Wattenscheid
Diekampstraße 37
44787 Bochum
Wahlprüfsteine_FuF-HFB-Höntrop_1_Fraktionsbeschluss Bad Höntrop 2020_1Links zu diesen Dokumenten:
B90DG_Anl_0
B90DG_Anl_1
Weitere Informationen dieser Partei: www.gruene-bochum.de
Red. Anmerkung: das ebenfalls als Anlage beigef. „Wahlprogramm“ von B90/DieGrünen kann hier nicht wiedergegeben werden. Hierzu verweisen wir auf die Homepage dieser Partei.

Die UWG / Freie Bürger
sandten uns am 27.8. folgenden Beitrag:

Bemerkungen zum einzigen Wahlprüfstein-docx_1Links zu diesem Dokument:
UWGFB_Anl_0
Weitere Informationen dieser Partei: www.uwg-freie-buerger.de


Die CDU Bochum und die CDU Höntrop
sandten uns vom 24.8. bis zum 27.8. folgende Beiträge:

Guten Morgen Herr Wolf,
vielen Dank für Ihre Mail, die die CDU Geschäftsstelle mir weitergeleitet hat. Wie Sie sicherlich wissen, haben auch wir unsere Probleme mit den verbleibenden Varianten. Weder ein Spaßbad noch ein reines Hallenbad sind in unseren Augen ausreichend. Wir haben deshalb Ergänzungen zur Variante 3 vorgeschlagen, die den Sprungturm erhalten (der m.E. alleine schon als „Höntroper Wahrzeichen“ erhalten bleiben muss) und die eine Freibadnutzung ermöglichen. Ich habe in meinen Wahlflyern die Aussage wie folgt getroffen: Höntrop braucht keine Spaßbadfantasien, sondern ein solides Schwimmbad für Familien, Schulen und Vereine!
Die in dem Schreiben auf Seite 2 aufgeführten Punkte sind allesamt richtig, da stehe ich uneingeschränkt hinter. Der Ton im Wahlkampf ist natürlich oft rau, aber am Ende haben Sie völlig recht: Die Parteien müssen sich auch zusammen reißen, wenn jeder nur seinen Finger hebt kommt man nicht weit. Wir müssen alle an einem Strang ziehen, politisches Klein-Klein macht mehr kaputt als alles andere.
Ich würde mich freuen, wenn wir uns persönlich unterhalten können und wünsche erstmal eine gute Woche!
Julian Meischein
CDU-Kandidat für Höntrop Süd und Sevinghausen

Wahlprüfstein CDU Meischein_1Wahlprüfstein CDU Haardt_1

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CDU_Anl_0_H
Weitere Informationen dieser Partei: www.cdu-ratsfraktion-bochum.de


Die Partei DIE LINKE
sandte uns am 31.8. folgende Beiträge:

Sehr geehrter Herr Wolf,
liebe Freundinnen und Freunde des Hallenfreibads Höntrop,

als LINKE setzten wir uns bereits lange für eine zügige Wiedereröffnung des  kaputtgekürzten Hallenfreibads ein. Immer wieder haben wir darauf gedrängt, dass die Stadt die Angelegenheit nicht weiter verschleppt.

(Siehe https://www.linksfraktionbochum.de/2018/12/hallenfreibad-hoentrop-neubau-zuegig-umsetzen-und-sozial-gestalten/ und https://www.linksfraktionbochum.de/2019/03/schwimmbad-im-wattenscheider-suedpark-ran-an-die-schippe/ )

Wir vertreten außerdem ganz eindeutig die Position, dass in Höntrop ein modernisiertes Hallenfreibad mit günstigen Eintrittspreisen benötigt wird, damit sich alle auch regelmäßige Schwimmbadbesuche im Stadtteil leisten können. Für ein deutlich größeres Spaßbad, für das die WasserWelten nicht nur mit deutlich mehr Gästen, sondern auch mit deutlich höheren Eintrittspreisen kalkulieren würden, ist das der falsche Standort.

Auch müssen der Sprungturm und das dazugehörige Außenbecken unbedingt erhalten werden. Ein Neubau ohne ein zusätzliches Außenschwimmbecken, dafür mit einem „Cabriodach“ oder einer seitlich zu öffnenden Halle als Ersatz, ist für uns ein schlechter Kompromiss. Wir werden alle Bemühungen unterstützen, hier für ein Umdenken zu sorgen – wobei wir gleichzeitig im Blick haben, dass eine Wiederöffnung des Bades möglichst bald erfolgen soll.

Außerdem werden wir uns dafür einsetzen, dass es in dem neu eröffneten Bad günstige und sozialverträgliche Eintrittspreise gibt. Erst die Menschen in Höntrop jahrelang ohne Schwimmbad lassen, und anschließend zum Dank deutlich die Preise erhöhen, das wäre für uns der völlig falsche Weg.

Der persönlich und im Namen der Bochumer LINKEN unterschriebene Wahlprüfstein (natürlich mit „Ja“ angekreuzt) geht Ihnen per Post zu.

Beste Grüße und alles Gute
Amid Rabieh
Sprecher DIE LINKE. Bochum
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Weitere Informationen dieser Partei:  www.linksfraktionbochum.de


Die STADTGESTALTER
sandten uns am 2.9. folgenden Beitrag:

Guten Tag Herr Wolf,
gerne schicke ich Ihnen den Wahlprüfstein zurück.
Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung!

Viele Grüße
Katja Pfingsten
Die STADTGESTALTER
Vorsitzende des Ortsvereins Wattenscheid
Mitglied des VorstandsDSG_Anl_0Links zu diesem Dokument:
DSG_Anl_0
Weitere Informationen dieser Partei:  https://die-stadtgestalter.de


Die FDP
sandte uns am 3.9. folgenden Beitrag:

Sehr geehrter Herr Wolf,

ich möchte Ihnen gerne die Antwort der FDP Bochum übermitteln:

Ihre Frage können wir mit JA beantworten.

Ergänzend möchten wir hinzufügen, dass wir uns dafür einsetzen, dass Bochum ein modernes und ganzheitliches Bäderkonzept erarbeitet. Langfristig wollen wir ein zentrales Spaß-, Sport- und Freizeitbad mit modernsten und inklusiven Standards errichten. In der aktuellen Frage um den Standort Höntrop, sprechen wir uns für die „kleine“ Lösung aus, um unnötige Kosten zu vermeiden.“

Bitte senden Sie mir doch freundlicherweise eine kurze Eingangsbestätigung zu. Herzlichen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Marcus Heidrich
Kreisgeschäftsführer der FDP Bochum
Ehrenfeldstraße 14
44789 Bochum

Weitere Informationen dieser Partei:  https://www.fdp-bochum.de

-ENDE DES BEITRAGS-

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Geheimnis gelüftet

Foto: FuF

Der  „Riesengroße Stein aus Pappmaschee“ ist 2 Meter hoch, schwimmbadblau und der einzige Wahlprüfstein der Freundinnen und Freunde des Hallenfrei-bades Höntrop zur Kommunalwahl am 13. September.

Mit einem Fototermin vor dem Wattenscheider Rathaus präsentierten die Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop am Samstag um 11 Uhr ihren „Riesengroßen Stein aus Pappmaschee“, der Symbol für Ihren einzigen „Wahlprüfstein“ zur Kommunalwahl ist.

Die Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop wünschen sich, dass die Mandatsträger das Thema Hallenfreibad Höntrop in den Gremien ohne Ansehen der eigenen Parteien sachgerecht durchdringen, die Bürger dazu hören,  die Anforderungen des Klimaschutzes, der Klimaanpassung und der Nachhaltigkeit sorgfältig berücksichtigen und den WasserWelten Bochum anschließend gemeinsam mitteilen, was am Standort Höntrop umgesetzt werden soll. Es kommt ihnen darauf an, dass in den Gremien Argumente sachlich und wertschätzend ausgetauscht werden. Die bloße Wiederholung festgefahrener Parteienstandpunkte hat der Sache in der Vergangenheit schwer geschadet. Allein die sich daraus ergebenden jahrelangen Verzögerungen haben zwischenzeitlich zu Baukostensteigerungen in Millionenhöhe geführt. Ganze Jahrgänge an Grundschülern konnten in Höntrop nicht mehr schwimmen lernen und es werden noch weitere Jahrgänge darauf verzichten müssen. Senioren fahren sonstwohin um ein bisschen Wassergymnastik machen zu können. Freie Plätze in Babyschwimmkursen sind schwerer zu finden als die Nadel im Heuhaufen. Mit der endgültigen Schließung des Wattenscheider Hallenbades am Bußmannsweg hätte Bochum das Höntroper Bad hüten müssen wie seinen letzten verbliebenen Augapfel. Davon konnte allerdings keine Rede sein. Nach dem Brand vom 26.4.2016 und den danach erst aufgefallenen Mängeln an der Dachkonstruktion besitzt unser großer Stadtbezirk Wattenscheid kein öffentliches Hallenschwimmbad mehr und der Startschuss für seine Erneuerung verzögert sich Jahr um Jahr.

Einziger WAHLPRÜFSTEIN der Freundinnen und Freunde im Original: 2020-08-22 Wahlprüfstein FuF_1

Auf der Rückseite des Briefes werden folgende Erläuterungen gegeben:

Grüne Oase Südpark Höntrop

Schattenspendende und naturnahe Grünflächen für Klimaanpassung und Klimaschutz sind in unserer Stadt wichtiger denn je. Sie sind wichtige Wasser aufnehmende Flächen bei Starkregen, existenziell wichtig für die Ressource Grundwasser, sie sorgen für Abkühlung und Ventilation, mindern die Feinstaubbelastung und sind Erholungs- und Zufluchtsort für die Hitze gestresste Stadtbevölkerung. Weiterer Flächenverbrauch ist unbedingt zu vermeiden. Wattenscheider Bürger*innen haben in unseren Umfragen als identitätsstiftende Merkmale an erster Stelle genannt: die Ruhe im Südpark und damit die hohe Erholungsqualität für unterschiedlichste Nutzer*innen des Schwimmbades. Das erneuerte Schwimmbad ist also sorgsam in diesen wertvollen Standort einzufügen, ohne dass die Qualität des Südparks dabei Schaden nimmt.

Unnötige Verkehrsbelastungen vermeiden

Wir verweisen auf das Bochumer „Leitbild Mobilität“, das auf die Förderung des ÖPNV‘s, des Fahrrades und der Fußgänger abzielt. Schon jetzt sind die dbzgl. Randbedingungen an unserem Schwimmbadstandort gut, sie müssen lediglich ergänzt und optimiert werden. Eine Vergrößerung der Parkplatzflächen und das Anziehen von motorisiertem Individualverkehr, ebenso wie die Ansiedlung der Bäderverwaltung und der technischen Betriebe an diesem Standort ist deshalb falsch. Nicht zuletzt kommt die Vermeidung unnötigen Verkehrs auch den berechtigten Belangen der Anwohner*innen entgegen.

Wirtschaftliche Auswirkungen der Corona-Pandemie

Die finanziellen Belastungen für unsere Stadt durch die Corona-Krise sind nicht absehbar. Angebote zur Gesunderhaltung der Bevölkerung, auch durch das Vorhalten von qualitäts-vollen Schwimmangeboten, sind trotzdem erforderlich. Dies erfordert eine maßvolle und verantwortungsbewusste Lösung, die ohne Hypotheken auf sehr hohe Besucherzahlen auskommt, die niemand garantieren kann und die zudem das Ziel eines Ortes der Erholung konterkarieren würde.

Weder die Variante 1 noch die Variante 3 sind gute Lösungen

In diesem Sinne ist die Weiterverfolgung der Variante 1 nicht zielführend. Sie würde unsere Stadt und seine Bürger*innen weitere Zeit und zusätzliches Geld kosten und zudem den Standort beschädigen. Aber auch ein Verzicht auf das Freibad, wie in Variante 3 vorgesehen, ist weder sinnvoll noch notwendig. Keine der fünf von den WasserWelten Bochum skizzierten Alternativen bietet der Politik die Möglichkeit für einen breiten, mehrheitsfähigen Konsens.

Fingerzeig der Politik erforderlich

Die Politik ist deshalb gefordert, zu einer gemeinsamen zukunftsweisenden Haltung zu finden und den WasserWelten eine klare Aufgabenstellung an die Hand zu geben, damit die Jahrzehnte währende Hängepartie um das Höntroper Schwimmbad endlich ein gutes Ende findet. Die Lösung liegt zwischen den Varianten 1 und 3. Und: in zwei Jahren soll in Höntrop wieder geschwommen werden können!

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Basteln statt Planschen

Foto: FuF

Team 2 bei der Arbeit für den „Riesengroßen Stein aus Pappmaschee“

Die Arbeit am  „Riesengroßen Stein aus Pappmaschee“ teilen sich viele (kleine) Hände. Einzelne Teams, die coronabedingt nicht zusammentreffen, arbeiten trotzdem „Hand in Hand“. Hier baut unser Team 2 gerade das Grundgestell, auf das anschließend vom Team 3 Zeitungspapier aufgeklebt wurde. Das hat sicher Spaß gemacht, aber Schwimmen zu gehen in unserem Höntroper Bad wäre bestimmt auch eine gute Alternative gewesen…

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Ein riesengroßer Stein aus Pappmaschee

Bild: Deutsches Asterix Archiv

Liebe Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop,
unser Verein, die „Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop“, suchen kleine Teams, idealerweise mit Kindern, die in den nächsten zwei, drei Ferienwochen einen richtig großen Stein aus Pappmaschee basteln möchten. Wer hat Lust?
Wir haben uns überlegt, dass an mehreren Tagen an dem Stein gearbeitet wird, sozusagen im Schichtbetrieb.Jedes Team, z.B. eine Familie, hätte nur einmal einen Einsatz von 1 – 2 Stunden, je nach Lust und Ausdauer natürlich auch länger. So sind wir coronamäßig aus dem Schneider. Denn die einzelnen Teams begegnen sich gar nicht.
Der genaue Sinn und Zweck dieser Bastelaktion ist derzeit noch ein Geheimnis. Auf jeden Fall soll es allen Spaß machen und wir wollen damit für eine schnellstmögliche Wieder-eröffnung unseres Schwimmbades aktiv werden. Mehr kann im Moment noch nicht verraten werden…
Die Kosten für das Material und für die notwendige Verpflegung beim Basteln kommen natürlich aus unserer Vereinskasse! Fragen dazu beantworten wir gerne auch fernmündlich (02327 994203).
Viele Grüße, eure „Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop“ e.V.

Start der Freibadsaison !

Start der Freibadsaison im Sonnenbad: Das Freibad in Karlsruhe ist traditionell das erste in Deutschland, das nach der Winterpause wieder öffnet.

Bild: Reuters

Ab 28. Februar bis zum 1. Advent heißt es in KA: Freibad geöffnet!

Karlsruhe, 28. Februar 2020

Unter dem Motto „wer draußen schwimmt bleibt fit“ kommt das Kult-Freibad am Karlsruher Rheinhafen traditionell als erstes Freibad in Deutschland aus der Winterpause zurück.

Natürlich kann man in Bochum-Wattenscheid bei diesen Bildern schnell ins grübeln kommen. Besonders dann, wenn man Fan unseres so wunderbar gelegenen Höntroper Schwimmbades ist. Nicht nur, dass das Schwimmbad über Jahrzehnte vernachlässigt wurde, die Zukunft des Schwimmbades viele Jahre völlig ungewiss war und das Hallenbad seit Jahren geschlossen ist, nein, auch die Öffnungszeiten betreffend musste man sich hierzulande mit wenig zufrieden geben, ganz zu schweigen von den Wassertemperaturen…

Aber: alles wird gut! Wir haben das Wort unserer Bochumer Wasserwelten wie auch der Politik. Und wir gehen deshalb sehr davon aus, dass wir den Baubeginn noch vor dem 13. September  diesen Jahres erleben werden!

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Wir haben Geburtstag!

Foto: pixabay.com

Wir, die Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop, haben heute Geburtstag und werden fünf Jahre alt! 

Bochum, den 23. Dezember 2019

Liebe Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop,

wir haben allen Grund unseren Geburtstag zu feiern, denn wir haben bereits jetzt einen langen Atem und viel Ausdauer für unser Anliegen bewiesen, auch wenn der Erfolg noch auf sich warten lässt.

Einerseits können wir uns sicher glücklich schätzen in einer Stadt zu leben, in der man willens und in der Lage ist zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger eine ganze Reihe von „freiwilligen Selbstverwaltungsaufgaben“ zu erfüllen. Und dazu gehören nicht nur Theater, Museen oder unser Konzerthaus, sondern eben auch der Bau und Betrieb von öffentlichen Schwimmbädern. Wenn nun in Bochum-Werne im kommenden Jahr das Freibad saniert werden wird, ist dies eine Entscheidung für die Bochumer und gegen den Trend: denn die Kosten reiner Freibäder sind hoch und sie sind deshalb landauf, landab, in besonderer Weise von Schließung bedroht. Hinzu kommt, dass das Vereins- und Schulschwimmen mit dem dringend notwendigen Schwimmunterricht in Freibädern nicht oder nur sehr eingeschränkt durchgeführt werden kann.

Und wegen der dbzgl. Bedeutung der Hallenschwimmbäder war es bitter, mit ansehen zu müssen, wie allein im Stadtbezirk Wattenscheid erst das Hallenbad am Bußmanns Weg  und dann, im April 2016, nach dem Brand in einer Garage unter der Schwimmhalle, auch noch unser Höntroper Hallenbad geschlossen wurde.

Bussmannsweg

Hallenschwimmbad Bußmanns Weg
im Bezirk Wattenscheid (1964-1999)
Foto: Stadt Bochum

Aber diese beiden Hallenschwimmbäder sind nicht die einzigen, die in Bochum verloren gingen: so wurden 1988 das Nordbad wie auch das jahrelang umkämpfte Alte Stadtbad in der Innenstadt geschlossen. Und die erst 14 Jahre später eröffnete Nachfolgerin des Alten Stadtbades, die Stadtbadgalerie, stellte nach nur 10 Jahren den Betrieb für immer ein.

RosenbergHallenschwimmbad Rosenberg im Bochumer Norden (1961-1988)
Foto: Stadt Bochum

Altes Stadtbad

Altes Stadtbad – Stadtmitte (1953-1988)
Foto: Stadt Bochum

Stadtbadgalerie

Stadtbadgalerie – Stadtmitte (2002-2012)
Foto: Stadt Bochum

Sicher können vor dem Hintergrund kurzer, zum Teil sogar extrem kurzer Nutzungszeiten der aufgeführten Bochumer Bäderimmobilien Zweifel an einer optimalen Bewirtschaftung in der Vergangenheit aufkommen. Aber ein Bäderbetrieb stellt eine komplexe Aufgabe mit vielen, zum Teil auch unvorhersehbaren Einflussgrößen dar.

Mit dem früheren Kölner Bädermanager Berthold Schmitt hat man sich im Frühjahr 2018 einen erfahrenen und erfolgreichen Schwimmbadexperten nach Bochum geholt. Am Standort Höntrop sieht er für die Zukunft ein modernes Schwimmbad, das durch ein erweitertes Angebot eine höhere Wirtschaftlichkeit, d.h. einen geringeren Zuschussbedarf als bisher in Bochum üblich, versprechen soll. Ob sich die Pläne in der Form umsetzen lassen, sollen die verschiedenen in Auftrag gegebenen Gutachten klären. Nach letztem Stand soll das Gesamtergebnis im Januar 2020 auf dem Tisch liegen.

Unsere Mitglieder möchten, wie viele andere Bürger und Bürgerinnen auch, endlich wieder in Höntrop Schwimmen gehen können. Gefragt, ob sie ein größeres Schwimmbad oder eines in einer ähnlichen Größenordnung wie bisher bevorzugen würden, entschieden sich über 90% für eine eher maßvolle Variante. Etwa fünf Prozent war es egal, sie wollen „einfach nur  wieder schwimmen“ und nur zwei unserer Mitglieder votierten für eine große Variante.

Wir wünschen uns, dass die in Kürze vorgelegten Gutachten nunmehr die benötigten fundierten Grundlagen für die Erneuerung des Hallenfreibades in Höntrop liefern werden. Sie müssen Politik, Bädergesellschaft und Bürgern konkret aufzeigen können, was am Standort sinnvoll und möglich ist. Wir für unseren Teil werden nicht müde auf die Notwendigkeit einer besonders nachhaltigen Erneuerung hinzuwirken.

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Folie 19 aus dem Vortrag der Freundinnen und Freunde des HFB Höntrop vom 21.3.2019

Und dann möge das Projekt im Jahr 2020 endlich richtig Fahrt aufnehmen; im Januar wissen wir hoffentlich mehr!

Wir wünschen Ihnen und Euch ein fröhliches Weihnachtsfest!

Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop e.V.
Stefan Wolf
für den Vorstand

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Südpark wieder sauber

Foto: Herbstputz 2019,  Quelle: FuF

Ein Punkt 4 Uhr einsetzender Regenschauer konnte rund 50 große und kleine Südparkfans am gestrigen Mittwoch nachmittag nicht davon abhalten, Ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen: ein sauberer Südpark in nur 60 Minuten war das Ziel!

Und dass dies klappte, verdankte man der breiten Mobilisierung für diese Herzens-angelegenheit: Naturschutzjugend, Tiergehegeverein, KiGa St. Marien, Waldorfkinder-garten, Stadtwaldverein und last but not least der USB sorgten gemeinsam mit den Freundinnen und Freunden des Hallenfreibades Höntrop dafür, dass das Ziel tatsächlich in der Zeit erreicht wurde. Und eine Reihe von Hundefreunden ließen es sich auch nicht nehmen Ihren Beitrag zu leisten und verbanden das notwendige Gassi gehen mit dem Aufspüren und Einsammeln des ungebetenen Mülls.

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Die Vertreter*innen der im Südpark verorteten Vereine waren sich beim abschließenden Meinungsaustausch einig, dass die Zusammenarbeit dem Südpark und seiner Qualität nur dienlich sein kann. Diese soll weiterverfolgt und weiterentwickelt werden. Gut möglich, dass die teilnehmenden Gruppen den Herbstputz im Südpark zu einer festen Einrichtung machen und ihn künftig jährlich wiederholen werden.

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Blitzschnell blitzblank – Herbstputz im Südpark!

Foto: Frühjahrsputz April 2018,  Quelle: FuF

Es ist wieder soweit: in einer neuerlichen Blitzaktion wollen große und kleine Menschen jeden Alters für Ordnung im Südpark sorgen. Unterstützung beim Herbstputz gewährt die USB Bochum GmbH.

Erneut rufen die Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop zu einer gemeinsamen Reinigungsaktion im Südpark auf:
„Der Südpark ist den Bürgern wichtig und sein Zustand ist ihnen nicht gleichgültig. Er ist mit allem was er bietet ein sehr wertvoller Teil unserer Stadt und unseres Stadtbezirks. Es gibt eine Reihe von Vereinen und Gruppen, die ihn nicht nur nutzen, sondern auch etwas für seine Qualität bereits tun oder tun möchten. Das große Interesse aller ist die Erhaltung und Weiterentwicklung dieses Refugiums, eines erholsamen Ortes für Groß und Klein, für Mensch und Tier, ein Ort zum Wohlfühlen, ohne Müll.“

Bisher haben  folgende Gruppen ihre Teilnahme zugesagt:

  • NAJU (Jugendabteilung des NABU),
  • Tiergehege Südpark e.V.,
  • Waldorfkindergarten (Reiterweg),
  • Kindergarten St. Marien (Forstring),
  • Freundinnen und Freunde des Stadtwalds e.V.
  • und die USB Bochum GmbH,
    die sich um die Ausrüstung und den Abtransport des Mülls kümmern wird.

Los geht’s am

Mittwoch, den 9. Oktober um 16:00 Uhr,

Treffpunkt ist der

Parkplatz  „In der Mark“  (Schwimmbadparkplatz).

Stefan Wolf vom Schwimmbadverein: „Wer hier mitmacht, tut das nicht weil im langweilig wäre oder weil er nichts besseres zu tun hätte. Die kleinen und großen Leute möchten einer weit verbreiteten Gleichgültigkeit vielmehr ihr Verantwortungsgefühl entgegensetzen und damit Verhaltensänderungen anstoßen. Es werden voraussichtlich noch mehr Menschen mitmachen als bei unserer ersten Aktion. Deshalb hoffen wir, diesmal bereits nach einer Stunde mit dem gesamten Park durch zu sein.“

Anschließend lädt die Naturschutzjugend zu einem geselligen und kommunikativen Ausklang in ihr im Südpark gelegenes Vereinsheim ein.

Für Handschuhe, Müllbestecke und -säcke, Kaffee, Tee, Getränke und kleine Stärkungen wird gesorgt.

Weitere Gruppen und Einzelpersonen, Spielplatzbesucher, Hunde- und Pferdefreunde sowie Anrainer sind herzlich willkommen.“

Kleine Geschenke als Anerkennung

Alle Teilnehmer erhalten sowohl den beliebten Höntroper Turnbeutel der Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades sowie ein paar Arbeitshandschuhe der USB GmbH geschenkt.

Jede Teilnahme an der Aktion erfolgt auf eigene Gefahr 

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Ergebnisse des Preisausschreibens

Zwei Teilnehmerinnen brüten bei 30° im Schatten über den Fragen des Preisausschreibens
Foto:  FuF Hallenfreibad Höntrop

Das im Rahmen des Stadtfestes WAT 602 von den Freundinnen und Freunden des Hallenfreibades Höntrop ausgelobte Preisaus-schreiben wurde jetzt ausgewertet, die Gewinnerinnen und Gewinner stehen nun fest!

Unter allen Kindern und Jugendlichen, die die Fragen richtig beantworteten, wurden beim letzten Treffen der Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop, am 8. Juli, zehn Ferienpässe ausgelost. Die zehn Ferienpässe gehen an:

  1. Mariella Cornelin
  2. Ahmad Kurie
  3. Haval Khalaf
  4. Siamand Shahin
  5. Krist Dulal
  6. Angelina Geldmacher
  7. Melisa Ersindigil
  8. Milan Amin
  9. Guliano Kwiek
  10. Sophia Bornemann

ACHTUNG: Ahmad Kurie und Sophia Bornemann bitte melden (Kontaktdaten siehe unten). Eure Adressdaten sind unvollständig! Wir können eure Ferienpässe zur Zeit nicht zustellen!

Und unter den Erwachsenen, die alle Fragen richtig beantworteten, wurde eine 10er Karte für Bochums Freibäder verlost. Gewinnerin der 10er Karte ist:

  • Sandra Frahm

Die Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop gratulieren den Gewinnerinnen und Gewinnern des Preisausschreibens und bedanken sich bei allen, die teilgenommen haben, ganz herzlich für’s Mitmachen! Bis zum Ferienbeginn sollen alle Preise bei ihren Gewinnerinnen und Gewinnern eingetroffen sein.

Das Preisausschreiben zum diesjährigen Wattenscheider Stadtfest griff einige der Themen auf, mit denen sich das Nachhaltigkeitskonzept der Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop beschäftigt: Wie erneuert man ein Schwimmbad und schont dabei endliche  Ressourcen? Wie kann dabei auch dem Klima- und Naturschutz Rechnung getragen werden? Wie erreicht man im Schwimmbad mehr Vielfalt und Inklusion? Wie kommt man auf umweltfreundliche Art zum Schwimmbad? Wie kann im Schwimmbad Energie- und Wasser gespart werden, wie vermeidet man Abfall?

Vortrag „Nachhaltiges Schwimmbad für alle Menschen“

Was genau der Förderverein  unter einem „nachhaltigen Schwimmbad für alle Menschen“ versteht, erläutert ein aktueller Lichtbilder-Vortrag (PowerPointPräsentation), der von einem Arbeitskreis des Fördervereins entwickelt wurde.

Elisabeth Mertens, ausgebildete Architektin und Stadtplanerin: „Der Vortrag ist nicht statisch, sondern wächst und entwickelt sich mit den Diskussionen, die wir führen, und neuen Erkenntnissen, die wir gewinnen, immer weiter.“

Institutionen wie Gruppen, Vereine usw., die am Vortrag „nachhaltiges Schwimmbad für alle Menschen“ Interesse haben, wenden sich zwecks Terminvereinbarung bitte per Mail an

info@schwimmeninhoentrop.de

oder telefonisch an den Vorsitzenden des Fördervereins:

Stefan Wolf, Tel. 02327 994203