Eppendorfer gegen Freibadabriss

Foto: Freundinnen und Freunde des Hallen- und Freibads Höntrop e.V.

Kein Verständnis für die gegen das Höntroper Freibad gerichtete Entscheidung von Politik und Stadtwerke zeigten Eppendorfs Bürgerinnen und Bürger am vergangenen Samstag vor ihrem Supermarkt.

„Wir hatten nicht genug Hände um all die neuen Unterzeichnerinnen und Unterzeichner unserer Petition rasch bedienen zu können. Und wir hatten nicht genug Ohren, um all die Klagen darüber, wie unverantwortlich hier in Wattenscheid mit unserem schönen Schwimmbad umgegangen wird, anzuhören!“ So die Aktiven der Freundinnen und Freunde des Hallen- und Freibads Höntrop, die am Samstag mit Klemmbrettern und Kugelschreibern den Passanten die Möglichkeit boten, die Petition zur Rettung des Hallen- und Freibads zu unterzeichnen.

Die überwältigende Mehrheit der Wattenscheider Bürgerinnen und Bürger möchten ihr Schwimmbad unbedingt behalten. Anders als die Verantwortlichen, erkennen sie ganz offensichtlich den Wert, die Qualität und die Einmaligkeit dieser mitten im Südpark eingebetteten Anlage.

Fehlentscheidung korrigieren

„Mit unserer Petition möchten wir allen Menschen in Bochum Gelegenheit geben sich zu artikulieren und den Entscheidern aufzeigen, dass sie in dieser Sache komplett gegen den Willen der Bürgerinnen und Bürger handeln. Eine Fehlentscheidung sollte man korrigieren, dabei verliert niemand sein Gesicht – das Gegenteil ist der Fall“, so Stefan Wolf vom Förderverein.

Ein Mangel an Gesprächsbereitschaft

„Denn es wäre an diesem Standort durchaus möglich, soziale, ökologische und ökonomische Anforderungen zum Wohle unserer Stadt und der darin lebenden Menschen unter einen Hut zu bringen. Der Verein jedenfalls stand und steht auch weiterhin bereit, gemeinsam mit Politik und Stadtwerken einen solchen Weg zu beschreiten und diesen mit seinem bürgerschaftlichen Engagement nach Kräften zu fördern. Unser Wunsch nach einem offenen Dialog auf Augenhöhe besteht fort.“

Politik sollte handeln, nicht hoffen

Verwundert rieben sich viele die Augen, als sie am letzten Mittwoch in der Zeitung lasen, dass die stärkste politische Kraft in Bochum darauf hoffe und zuversichtlich sei, dass mit dem Hallenbadneubau in Höntrop „endlich begonnen“ werde. Wählerinnen und Wähler erwarten jedoch zu Recht, dass Politik handelt, anstatt nur zu hoffen oder zu warten. Und sie erwarten, dass ihnen kein Sand in die Augen gestreut wird: denn wie soll es möglich sein, dass hier kurzfristig mit einem Neubau begonnen wird, wenn bislang weder die notwendige Planung erstellt, noch ein Bauantrag eingereicht wurde?

Petition läuft weiter

Die Petition kann auch weiterhin online oder in Papierform gezeichnet werden, näheres siehe:

www.openpetition.de/!10m