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Jahreshauptversammlung am 4. Nov. 2021

Foto: Kurzvorstellung des Bäderkonzepts durch Rolf Stricker (FuF)

Die diesjährige Jahreshauptversammlung der Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop e.V. war die erste nach zweieinhalb Jahren. Zwei Anläufe für eine JHV in 2020 scheiterten: die erste und dann die zweite Corona-Welle legten schließlich einen Verzicht nah.

Unsere diesjährige Jahreshauptversammlung fand am 4. November im Rahmen einer Doppelveranstaltung im Höntroper Kolpinghaus statt. Die Örtlichkeiten und das gewählte Kombiformat hatten sich schon im Frühjahr 2019 bewährt. Nach unserer um 18.00 Uhr beginnenden Bürgerinformationsveranstaltung und einer der Begegnung und dem leiblichen Wohl dienenden Pause ging es um kurz nach acht mit den Regularien weiter, die ein eingetragener Verein mit sich bringt.

Nach den Tätigkeitsberichten des Vorsitzenden, den Kassenberichten und den Berichten der Kassenprüfer:innen, jeweils für die Vereinsjahre 2019 und 2020, wurde der Vorstand einstimmig ohne Gegenstimme entlastet.

Vorstandswahlen

Auch wegen des coronabedingten Ausfalls der letztjährigen ordentlichen Zusammenkunft standen nunmehr zahlreiche Wahlen an: 1. und 2. Vorsitzende:r, Schatzmeister:in, Schriftführer:in, Beisitzer:in und zwei Kassenprüfer:innen waren zu bestätigen oder neu in diese Ämter zu wählen.

Der erste Vorsitzende Stefan Wolf und die Schatzmeisterin Dr. Tanja Dannappel wurden in ihren Ämtern für eine weitere Amtszeit bestätigt. Als neue stellvertretende Vorsitzende wurde Gisela van Gemmern, als neuer Schriftführer Rolf Stricker bestimmt. Für die Ämter der Kassenprüfung wurden Daniela Langenbach und Andreas Stephan gewonnen. Die Versammlung sprach sämtlichen gewählten Mitgliedern einstimming ohne Gegenstimme ihr Vertrauen aus.

An dieser Stelle wurde auch dem langjährigen stellvertretenden Vorsitzenden Werner Loges gedacht, der am 22. April diesen Jahres leider viel zu früh verstarb. Werner war Gründungsmitglied und sprang bald darauf als Vorsitzender unseres Vereins ein. Er war ein überaus verlässlicher und ehrlicher Mensch, ein prima Kumpel und liebenswerter Weggefährte. Er war ausgesprochen uneitel und bescheiden. Wir sind ihm dankbar und werden ihn sehr vermissen.

Ausblick

Wie in jeder Versammlung der Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop wurde auch über den Stand der Zweckverfolgung unseres Vereins gesprochen, Einschätzungen ausgetauscht und über die zukünftige Arbeit diskutiert. Dabei waren wir uns einig, dass die zuvor von den Mandatsträger:innen vorgetragenen Standpunkte Anlass zur Hoffnung für den Schwimmbadstandort Höntrop geben. Zugleich war allen bewusst, dass ein zügiger Neubau des Hallenschwimmbades noch nicht gewiss ist. Ebenso wurde klar, dass für die Erhaltung des Freibades noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden müsse. Denn die Bochumer WasserWelten sahen in ihren bisherigen Gedankenspielen eine Sanierung des Höntroper Freibades nur für den Fall vor, wenn zugleich eine große Schwimmbadlösung an dem Standort realisiert werden würde. Davon war in den politischen Gremien zuletzt aber keine Rede mehr.

So verabschiedete man sich einmal mehr in der Überzeugung, dass es weiterhin eine starke und sachliche Stimme für dieses Schwimmbad braucht. Mit dem erfreulichen Mitgliederzuwachs der letzten Wochen, dem soliden finanziellen Fundament, dem konstruktiven und freundschaftlichen Umgang untereinander sowie der einstimmigen Neubesetzung der Ämter sieht sich der Verein für die weitere Arbeit bestens gerüstet.

Unser Bad hat eine Zukunft!

Im Rahmen unserer Infoveranstaltung am 4.11.2021 erläuterten Vertreter:innen des Rates und der Bezirksvertretung im Höntroper Kolpinghaus Ihre Standpunkte zur Zukunft der Bochumer Bäder, und nicht zuletzt zur Zukunft des Hallenfreibades Höntrop. Vorsichtiges Fazit: wir können erstmal aufatmen!

Folgende Mandatsträger:innen waren der Einladung der Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop gefolgt und nahmen Stellung:

  • Herr Jentsch und Herr Dr. Reinirkens, SPD-Ratsfraktion
  • Herr Pewny, Ratsfraktion B90/Die Grünen
  • Herr Winkler, Ratsfraktion UWG:FreieBürger (zugleich Bezirksfraktion)
  • Herr Hohmeier, Ratsfraktion Die Linke
  • Herr Dr. Steude, Ratsfraktion Partei/Stadtgestalter
  • Herr Kipp, CDU-Bezirksfraktion
  • Frau Lohf, Bezirksfraktion B90/Die Grünen (zugleich Ratsfraktion)

Die Mandatsträger:innen stellten den Standpunkt Ihrer Fraktionen vor dem Hintergrund der dreizehn verschiedenen Varianten dar, die im Bäderkonzept dargestellt worden sind (vgl. Beitragsbild). Das Plenum war gespannt, wie sich die Rathauskoalition aus SPD und Grünen äußern würde, nachdem zuletzt unterschiedliche Ansichten bzgl. der Standortfrage in Wattenscheid bekannt geworden waren.

Der freie Journalist Uli Kolmann vertrat an diesem Abend die Funke-Medien-Gruppe und beschrieb die Veranstaltung in der WAZ so:

„SPD und Grüne formulieren für die nächste Ratssitzung eine Empfehlung an die Wasserwelten GmbH. Der Fokus liegt auf den Hallenbad-Standorten.

Sie haben das Gesicht bewahrt und einen Koalitionskrach umgangen. SPD und Grüne haben einen Dringlichkeitsantrag für die nächste Ratssitzung am Donnerstag, 11. November, formuliert. Darin setzen sie Pflöcke für die Ausgestaltung des Bäderkonzeptes in der Gesamtstadt.

Die Tinte auf dem Antrag kann kaum richtig trocken gewesen sein, als die Mitglieder der Parteien beim Info-Abend des Freundesvereins des Hallenfreibads Höntrop im Kolpinghaus am Hellweg erschienen. Vielleicht auch deshalb trafen die Ratsmitglieder Burkart Jentsch für die SPD und Sebastian Pewny für die Grünen etwas später ein.

Grüne im Bochumer Rat für Neubau in der Südfeldmark

Der schickte lächelnd vorweg, er habe so etwas wie „die Höhle der Löwen“ erwartet, und nahm doch knapp eine halbe Stunde nach Beginn des Infoabends allen Dampf heraus, zumindest aus Wattenscheider Sicht. Denn anders als die Grünen auf Bezirksebene favorisierte die Ratsfraktion die Aufgabe des Bad-Standortes im Südpark und den Neubau in der Südfeldmark.

Nun schlägt das Pendel nicht zwischen dem Wattenscheider Norden und Süden, sondern in Ost-West-Richtung in der Gesamtstadt. Denn für den reinen Hallenbad-Neubau in Höntrop empfiehlt die rot-grüne Koalition dem Aufsichtsrat der Wasserwelten GmbH als Betreiber der Bochumer Bäder die Schließung des Freibades am Langendreerer Eschweg.

Was aber auch das Aus für das Freibad in Höntrop bedeutet.

Blick auf Wattenscheider Votum und Gesamtstadt

Der Neubau eines reinen Hallenbades im Südpark sei der politischen Mehrheit in der Bezirksvertretung Wattenscheid und auch dem Blick auf die Bäderlandschaft in ganz Bochum geschuldet. Denn für die Außenbereiche – in Höntrop wie in Langendreer – sollen Konzepte für eine neue, zusätzliche Freizeitgestaltung erarbeitet werden.

Das „aber“ in den Stellungnahmen klang moderat. Dr. Peter Reinirkens, stellvertretender Ratsfraktionsvorsitzender der SPD, führte aus: „Hallenbäder sind entscheidend, wenn es um das Schwimmenlernen geht, ermöglichen den Unterricht ganzjährig und nicht nur drei Monate lang.“

Es werde nun aber auch keine Halle für ein 50-Meter-Wettkampfbecken in Höntrop geben können, gab er zu bedenken.

„Es ist noch nichts über Form, Farbe und Gestalt des Hallenbads zu sagen“, meinte Reinirkens auch zur Variante eines „Cabrio-Daches“. Anfang nächsten Jahres wolle die Koalition Klarheit haben, wann eine verlässliche Planung vorliegen könne, und wenn es optimal laufe, setze er auf ein Zeitfenster von zwei bis zweieinhalb Jahren, „bis man das erste Mal ins Wasser springen kann“.

Planung auch für eine Alternative

Pewny machte im Gegenzug deutlich, „der Plan B, wenn es wieder zu Verzögerungen kommt, ist jetzt, dass wir vorsorglich auch die Planung für den zweitbesten Standort, also die Südfeldmark, auf den Weg bringen. Wattenscheid braucht ein Hallenfreibad“, schloss er.

Der Zuschussbedarf für die städtischen Bäder von rund 7 Millionen soll dafür auf künftig unter 13 Millionen verändert werden. Außerdem müsse mit dem Bäderkonzept auch intensiv diskutiert werden „wie halten wir Schulschwimmbecken vor, so dass von jeder Schule aus ein Bad in zehn Minuten erreichbar ist.“

Muss nun das Freibadangebot in Höntrop sterben? Wir meinen nein!

Wenn das Bäderkonzept, ebenso wie zuvor die fünf Varianten für Höntrop, ein Freibad nur in Verbindung mit der Realisierung einer großen Schwimmbad-Lösung in Betracht ziehen, ist das aus Sicht der Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop kein Naturgesetz. Weder sind die für Freibadsanierung und Freibadbetrieb hinterlegten Kosten in Stein gemeißelt, noch sind sie transparent. Und die Bedarfsprognose der WasserWelten ist de facto auch keine Prognose. Denn der Bedarf an Freibädern lässt sich nicht daraus ermitteln, was derzeit in anderen Städten, zum Teil mit prekären Haushaltslagen, im Durchschnitt vorhanden ist. Heißere, lang anhaltende Hitzeperioden, unerträgliche Hitzeinseln in der Stadt, mehr Lärm, künftig deutlich höhere Flugpreise, die den damit verbundenen ökologischen Fußabdruck wiedergeben, sprich viel teurer werden, all das wird den Bedarf an Freibädern erhöhen. Nicht zuletzt an einem Freibad mit einem besonderen Erholungswert, wie es in Höntrop bestand und künftig dort auch wieder bestehen sollte.

Infoveranstaltung am 4.11.: Bäderkonzept und Entscheidung im Rat

Collage: FuF (Bildquellen: pixabay, Stadt Bochum)

Der Verein der Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop lädt zu einer öffentlichen Infoveranstaltung ins Höntroper Kolpinghaus ein. Themen sind das Bäderkonzept und die dbzgl. Standpunkte der politischen Parteien in Rat und Bezirksvertretung.

In der als Bäderkonzept bezeichneten Präsentation der Bochumer WasserWelten werden 13 verschiedene Pfade für die künftige Bäderlandschaft unserer Stadt aufgezeigt. Die Varianten unterscheiden sich danach, was künftig mit den insgesamt sieben Bäderstandorten geschehen soll. Anders als es die politische Beschlusslage hergibt, bringen die WasserWelten verschiedene Teilschließungen und Schließungen von Standorten ins Spiel. Danach würde auch der Standort Höntrop, entgegen bisheriger Aussagen, plötzlich wieder zur Disposition stehen. Folgt man dem Bäderkonzept sieht es insbesondere für das Höntroper Freibad sehr schlecht aus. Den Überlegungen der WasserWelten fehlt bislang jeglicher Ehrgeiz, dieses besondere Freibad zu erhalten.

Was den Stadtbezirk Wattenscheid betrifft wird außerdem diskutiert, den Höntroper Standort zugunsten eines Standortes am Wellenfreibad in der Südfeldmark aufzugeben. Dieser Gedanke ist nicht neu, allerdings wurde er von der Politik bereits vor Jahren abschließend verworfen. Auch heute wird er weder von der Bezirksvertretung Wattenscheid verfolgt, noch von der interessierten Bürgerschaft.

Das Bäderkonzept wurde Ende August den politischen Gremien vorgestellt und seitdem dort beraten. Am 11. November beschäftigt sich der Rat damit. Es heißt, es solle dann eine Entscheidung gefällt werden. Eine Bürgerbeteiligung ist in keiner Form vorgesehen. Deshalb haben wir fachkundige Mandatsträger:innen eine Woche vor dieser Entscheidung zu einer öffentlichen Veranstaltung ins Höntroper Kolpinghaus eingeladen. Gerne möchten wir von ihnen erfahren, welche Standpunkte zum Bäderkonzept nunmehr gefunden wurden und welche der zahlreichen Varianten bei der nächsten Ratssitzung beschlossen werden soll.

Beginn ist um 18.00 Uhr, der Einlass beginnt ab 17.30 Uhr. Um frühzeitiges Erscheinen wird gebeten, da aufgrund der 3-G-Regelungen Einlasskontrollen durchzuführen sind.

Nach der Infoveranstaltung besteht die Möglichkeit der Begegnung und des Gedankenaustauschs bei Speisen und Getränken. Im Anschluss findet die ordentliche Mitgliederversammlung der Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop e.V. statt, zu der die Öffentlichkeit ebenfalls herzlich eingeladen ist.

Mitgliederversammlung

Foto: pixabay.com

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung der „Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop e.V.“ findet am

Dienstag, den 26. April ab 19.00 Uhr 

in der

Pizzeria La Rustica 2
Höntroper Str. 48
44869 Bochum

statt. Die ursprünglich vorgesehene Lokalität „Casino im  Reiterhof“ steht an dem Tag leider nicht zur Verfügung. Alle Mitglieder wurden fristgerecht eingeladen. Zudem werden sie nun schriftlich über den geänderten Veranstaltungsort  informiert.