Kategorie-Archiv: Offener Brief

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Sanierung oder Neubau, das ist hier die Frage

Zeichnung:
Johannes, Kl. 4a der Kirchschule Höntrop (Sonderpreis Schulklasse Malwettbewerb 2017)

Am 7. und 8. September tagen in unserem neuen Musikforum über hundert Experten zum Thema „Umbaukultur“. Und im Ausschuss für Sport und Freizeit, ebenfalls am 8. September, steht das Hallenfreibad Höntrop auf der Tagesordnung. Dazu haben die Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop einen offenen Brief verfasst, im Wortlaut:

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Frohes neues Jahr !

Foto: pixabay.com

Liebe Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop,

schon wieder ist ein Jahr vergangen und seit ein paar Stunden schreiben wir bereits 2017. Auch für uns Schwimmbadfreundinnen und -freunde ist das Anlass, ein wenig Rückschau zu halten und einen vorsichtigen Blick in die Zukunft zu werfen. Was haben wir im zu Ende gegangenen Jahr erreichen können, was kann im neuen Jahr bewegt werden?

Ja, wir haben in 2016 tatsächlich einiges erreicht, und zwar trotz sehr widriger Umstände, mit denen wir im letzten Jahr umzugehen hatten. Nach dem Malheur des Brandes am 26. April erreichte uns am 6. Dezember auch noch eine Hiobsbotschaft aus der Verwaltung, nach der Schäden am Dach der Schwimmhalle entdeckt worden seien, die die Wiedereröffnung des Hallenbades weiter verzögern werden. Umso wichtiger erscheint es uns, dass wir uns das bisher Erreichte und die Chancen, die sich im neuen Jahr eröffnen, deutlich vor Augen führen.

Im Frühjahr gelang es uns im Rahmen unserer Mitgliederversammlungen Vorstand und Zuständigkeiten im Hinblick auf unsere Zukunftsaufgaben neu zu ordnen. Mit unserem ersten „FREISCHWIMMEN“ am 11. März konnten wir nicht nur eine beachtliche Resonanz erzielen und für das Schwimmen werben, sondern waren damit auch Ideengeber für die Bäderverwaltung, die anschließend erstmals einen „Tag der Offenen Bäder“ ausrief, an dem wir uns am 23. April nochmals aktiv beteiligten. Auch dabei war die Resonanz in Höntrop groß, gerade auch im Vergleich zu den anderen städtischen Hallenbädern.  Zuvor hatten wir uns im Hinblick auf den „Tag der offenen Bäder“ mehrere Wochen lang um eine Verbesserung des Pflegezustandes des Parkplatzes In der Mark bemüht. Schließlich mit Erfolg: am 14. April rückten die Technischen Betriebe und das Grünflächenamt mit einem beachtlichen Personal- und Maschineneinsatz dem Abfall und Sperrmüll, der sich auf und um den Parkplatz „In der Mark“ über lange Zeigt angesammelt hatte, erfolgreich zu Leibe.

Dass unsere Bochumer Stadtverwaltung es ermöglichte, den Freibadbetrieb nach dem Brandereignis in Höntrop planmäßig aufzunehmen, haben wir mit Anerkennung und Freude zur Kenntnis genommen. Nach einer durchwachsenen Freibadsaison zeigte sich dann der Spätsommer plötzlich von seiner besten Seite. Hier setzten wir uns erfolgreich für eine zweimalige Verlängerung der Freibadsaison in Höntrop ein, was den Bochumern einige herrliche Spätsommertage im Höntroper Freibad und dem Kämmerer die Einnahmen von einigen Tausend zusätzlichen Badegästen bescherte.

Vor allem aber sind wir 2016 mit unserer Konzeptentwicklung für ein INKLUSIVES und NACHHALTIGES Hallenfreibad in Höntrop vorangekommen. Im Herbst konnten wir uns nicht nur die Unterstützung des Kompetenzzentrums Soziale Innovation durch Inklusion (SIdI) der TH Köln für unser Projekt sichern. Dessen Leiterin, Frau Prof. Caster, überzeugten unsere Ideen und Visionen für ein inklusives Schwimmbad derart, dass sie dem aktuellen Weiterbildungslehrgang „Interdisziplinäre Weiterbildung zum/zur ProzessplanerIn Inklusion“ und dessen erfahrenen Dozent*innenteam mit Erfolg vorschlug, ein umfassendes Inklusionskonzept für unser Schwimmbad zu erarbeiten – ein außergewöhnliches Geschenk, das unsere Stadt voraussichtlich im Sommer 2017 entgegennehmen kann !

Das Inklusionskonzept wird aber nicht in einem Elfenbeinturm, praxisfern, weit weg von hier, entstehen. Vielmehr soll es einen regen Austausch zwischen Kompetenzzentrum und örtlichen Akteuren geben. Dazu wird bereits am 14.Januar hier in Bochum ein Auftakt-Workshop stattfinden, der alle an dem Thema Interessierten und mit dem Thema Befassten an einen Tisch bringen möchte.

Als ebenso großen Erfolg dürfen wir den Ende des Jahres eingegangenen Förderbescheid der Aktion Mensch werten, die uns damit nach gründlicher Prüfung unseres Antrags die Sinnhaftigkeit und soziale Relevanz unseres Vorhabens attestieren. Diese erste Förderzusage erlaubt uns die selbstständige Durchführung des für unser Zukunftsprojekt so wichtigen Auftakt-Workshops im Januar.

Daneben wird es im kommenden Jahr natürlich vor allem darum gehen, dass das Hallenbad endlich wieder eröffnet, und der Fortbestand des Schwimmbades dauerhaft gesichert wird. Nach den positiven Signalen unseres Stadtdirektors Michael Townsend im vergangenen Jahr dürfen wir dabei vorsichtig optimistisch sein.

Nach diesen Gedanken möchten wir Ihnen und Euch, liebe Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop, für das neue Jahr vor allem Frieden und Gesundheit wünschen!

„Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop“ e.V.

Stefan Wolf
Werner Loges

Offener Brief an Thomas Eiskirch

Bochum-Wattenscheid, den 29. Dezember 2015

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Eiskirch,

über Ihre E-Mail vom 10. Dezember 2015 (als Anlage beigefügt, siehe unten) und die darin zum Ausdruck gebrachte Anerkennung für das Engagement unseres nunmehr seit einem Jahr bestehenden Fördervereins haben wir uns sehr gefreut. Im nächsten Jahr wollen wir unsere Arbeit intensivieren und möchten dafür um Ihre Unterstützung bitten:

Runder Tisch „Bochums gute Bäder“

Wenn im vor uns liegenden Jahr die Zukunft der Bochumer Bäder weiterverhandelt wird, möchten wir uns in diese Diskussion noch aktiver einbringen.

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Fördertopf des Bundes für das HFB Höntrop

„Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Eiskirch,
sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchten wir Ihnen empfehlen die Stadtverwaltung zu beauftragen, Fördermittel aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ für Sanierungsmaßnahmen beim Hallenfreibad Höntrop zu beantragen….“

Mit einem offenen Brief haben wir die politisch Verantwortlichen unserer Stadt am 26. Oktober auf eine einmalige Chance für Bochum wie für Wattenscheid hingewiesen.

Ein Antragserfolg würde der Stadt Bochum erhebliche zusätzliche Fördermittel und Wattenscheid den Erhalt des letzten öffentlichen Hallenschwimmbades sichern.

Unter derwesten.de wird über unseren offenen Brief berichtet.